Studie Hewitt Associates: Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf deutsche Gehaltsstrukturen
Die Wirtschaftskrise dämpft die Gehaltsentwicklung in Deutschland zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Global Salary Increase Survey" von Hewitt Associates. Demnach steigen die Gehälter 2009 in Deutschland über alle Branchen und Hierarchieebenen hinweg voraussichtlich nur um 2,1 Prozent.
Noch im Februar lagen die Erwartungen bei rund 3,2 Prozent und Mitte 2008 sogar bei 3,9 Prozent. Für 2010 rechnen die Unternehmen mit einer durchschnittlichen Gehaltssteigerung von 2,7 Prozent. Die größten Gehaltserhöhungen erhalten in diesem Jahr Fachkräfte und Sachbearbeiter: Ihre Vergütung steigt um durchschnittlich 2,3 Prozent. Die Bezüge des Topmanagements hingegen werden 2009 um lediglich 1,9 Prozent erhöht. 2010 werden sie aber voraussichtlich mit drei Prozent wieder die höchsten Gehaltssteigerungen erhalten.
In der Krise reduziert knapp ein Drittel der Unternehmen die Zahl der Beförderungen. Gleichzeitig kürzen sie die Gehälter ihrer Mitarbeiter nur selten, sondern versuchen eher diese an sich zu binden. Nur zwischen zehn und zwanzig Prozent der Unternehmen planen aktuell Einsparungen bei der Vergütung, wobei Gehaltserhöhungen eher selektiv den Top-Performern gewährt werden. Zusätzlich strukturieren Unternehmen ihre Bonussysteme um: Etwa jede achte Firma richtet die variable Vergütung stärker an Leistungszielen aus.
Indes haben beziehungsweise planen mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen einen Einstellungsstopp. Von Mitarbeiterentlassungen in diesem und im nächsten Jahr gehen derzeit 45 Prozent der Unternehmen aus. Zu Beginn des Jahres planten noch rund zwei Drittel der Firmen, ihren Personalbestand zu reduzieren. Etwa ein Viertel der Befragten wird dabei auch die Möglichkeit der Teilzeitarbeit ausweiten.
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